Projekte

Der Soroptimist Club Solingen sieht sich in der Verantwortung für Menschen, die Hilfe brauchen – in Solingen wie auch in weit entfernten Regionen der Welt. Dabei ist die Unterstützung und Förderung von Frauen und Mädchen ein Schwerpunkt. Die sozialen Projekte werden durch Spendensammlungen und öffentliche Veranstaltungen ermöglicht.

Die Schwerpunkte der derzeitigen Hilfsprojekte sind:

 

Projekt Stadtteilfrauen

Das Projekt „Stadtteilfrauen“ des Internationalen Frauenzentrums IFZ wird vom Solinger Soroptimistclub regelmäßig finanziell unterstützt. Damit unterstützen die Solinger Soroptimistinnen die Integration zugewanderter Frauen in Solingen. Die Stadtteilfrauen haben selber häufig einen Migrationshintergrund und werden in Qualifizierungskursen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Informationen zu den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Rechtsberatung und Bildung gehören zur Ausbildung. Über 20 Stadtteilfrauen bieten derzeit Frauen und Familien, die mit Sprachbarrieren und persönlichen Problemen kämpfen, Hilfe und Begleitung an. Bei Behördengängen, Arztbesuchen, der Suche nach einem Kindergartenplatz oder nach einem geeigneten Deutschkurs helfen die Stadtteilfrauen als Sprachmittlerinnen und machen Mut, das Leben aktiv in die eigenen Hände zu nehmen. Neben der finanziellen Hilfe für die Arbeit der Stadtteilfrauen hilft der Soroptimist Club auch mit Sachspenden.

Ein intensiver persönlicher Austausch fand im August 15 bei einem gemeinsamen Abend statt. Im Mittelpunkt stand gemeinsames Kochen und Essen von Stadtteilfrauen und Solinger Soroptimistinnen. Es wurden vielfältige Leckereien aus der Türkei, Marokko und arabischen Ländern in der Küche des Mehrgenerationenhauses gemeinsam zubereitet. Die Einladung der Stadtteilfrauen war ein Dankeschön für die regelmäßigen Spenden des Soroptimist Clubs. Die 17 Frauen konnten sich vor allem auch über die aktuelle Arbeit u.a. für Flüchtlingsfamilien austauschen. So bekamen die Soroptimistinnen durch die Berichte der Stadtteilfrauen Einblicke in die individuelle Schicksale und auch den besonderen Bedarf der betreuten Klientinnen. "

 


Foto Mutter Kind Haus





Kunstprojekt

Um Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Kunst zu ermöglichen, finanzierte der Soroptimist Club Solingen im Jahr 2014 einer Hauptschulklasse für ein Jahr acht Museumsbesuche mit Führung im Kunstmuseum Solingen. Mit den Führungen und intensiver Projektarbeit im Anschluss bietet das Museum eine Reise durch die Epochen der Kunst. In diesem Jahr wird den dritten Klassen der Grundschule Scheidterstraße eine Führung durch die Bergische Kunstausstellung ermöglicht. Danach können sie sich gemeinsam als kleine Künstler betätigen. Geleitet werden die Besuche durch Heidi Beese, die sich vor ausgewählten Objekten mit den Kindern über die Kunstwerke unterhält. Die Drittklässler haben oft einen ganz anderen Blick als Erwachsene und damit interessante Interpertationen zu dem, was sie sehen. So macht es nicht nur ihnen, sondern auch der Lehrerin Hedie Beese Spaß, die Ausstellung zu erkunden.

 
Foto Mutter Kind Haus
Foto © Heidi Beese

 

Mädchentage im Rollhaus

 „Girls only“ steht auf dem Schild vor dem Solinger Rollhaus. Dann ist wieder Mädchentag  in der Skaterhalle, die normalerweise vorwiegend von Jungen besucht wird. Als die Solinger Soroptimistinnen von der Idee hörten, dass spezielle Mädchentage im Rollhaus stattfinden sollten, waren sie sofort begeistert. Seit 2012 unterstützen sie dieses Angebot mit 1000 Euro pro Jahr. Dreimal jährlich sind die Mädchen dann ganz unter sich.

„Viele Mädchen wünschen sich spezielle Tage, an denen sie die Halle allein für sich haben, um das Skaten zu üben, ohne dass Jungen dabei zuschauen. Wenn die Mädchen unter sich sind, sind sie viel mutiger, probieren sich aus und gewinnen dann auch enorm an Selbstbewusstsein“, erklärt die Leiterin des Rollhauses Tanja Kasten. 

Neben dem professionellen Training und der Hilfestellung für die Mädchen durch den Skaterverein „Görlz Rock’nRoll“ bietet das Rollhaus an den Mädchentagen ein buntes Rahmenprogramm. Selbstbehauptungs- und Trommelworkshops sowie ein buntes Buffet und alkoholfreie Cocktails bieten den bis zu 70 Mädchen vielfältige Anregungen. „Uns freut es, dass an den Mädchentagen auch viele Mädchen mit Migrationshintergrund und aus den sozialen Brennpunkten von den tollen Angeboten profitieren“, erklärt Andrea Pleuger, Vorsitzende des Solinger Soroptimist Hilfswerks. „Auch durch unsere langfristige Unterstützung sind die Mädchentage zu einer festen Institution geworden. Wenn wir die vielen fröhlichen und selbstbewussten Mädchen im Rollhaus sehen, bestätigt das unser gutes Gefühl ein tolles Projekt zu unterstützen“, so Andrea Pleuger.

 



Foto Mutter Kind Haus

 

 

Solingen-House: Basisgesundheit für Frauen in Kambodscha

Frauen und Kindern den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen, ist ein erklärtes Ziel von Soroptimist International und wird vom Club Solingen aktiv umgesetzt. 2014 unterstützten die Solinger Soroptimistinnen deshalb den Bau einer Basisgesundheitsstation in Kambodscha mit einer Spende von 1000 Euro. Über das Friedensdorf Oberhausen wurde ein Kleinstkrankenhaus rund 90 Kilometer von Phnom Penh errichtet, das den Frauen u.a. eine sichere Geburt und den Zugang zu Impfungen und sauberem Trinkwasser ermöglichen soll. Die gesamten Baukosten von 45.000 Euro, wurden von Solinger Spendern aufgebracht. 

Durch das sogenannte „Solingen-House“ haben 7.500  Kambodschaner nun erstmals einen direkten Zugang zu Gesundheitsversorgung ohne einen Tagesmarsch durch den Dschungel zurücklegen zu müssen. Zuvor waren Kranke und Schwangere gezwungen, einen mühsamen Weg über unbefestigte Pfade bis zum weit entfernten nächsten Arzt auf sich nehmen. In der  Regenzeit  sind diese Wege oft gar nicht passierbar. Das Solingen-House bietet ihnen nun auf 180 Quadratmetern Behandlungsräume, einen Entbindungsraum, Beratung für Schwangere und junge Mütter, sowie ein Labor und sechs Krankenbetten. Besonders wichtig sind der Brunnen, die sanitären Anlagen und der Notstrom-Generator, um die Trinkwasserversorgung der Menschen zu sichern. Der kambodschanische Staat bezahlt insgesamt acht  medizinische Kräfte: Hebammen, Krankenschwestern und Pfleger, die sich rund um die Uhr um Hilfe suchende Menschen kümmern. Somit ist auch eine nachhaltige und langfristige Hilfe gewährleistet.

Die Zahlen des Solingen-Hauses sind beeindruckend. Im ersten Halbjahr seit Inbetriebnahme besuchten mehr als 3.500 Menschen die Basisgesundheitsstation. 96 Babies wurden im Solingen-House geboren. Die drei Hebammen vor Ort sind sehr froh, dass die Hausgeburten unter schwierigsten Bedingungen nun der Vergangenheit angehören.
Aktuell  laufen die Aktionen zur Finanzierung einer weiteren Basisgesundheitsstation und auch ein zweites Solingen-House soll in dieser schwer zugänglichen Region entstehen.

 








Fotos © Uli Preuss

 

Das Mutter-Kind-Haus BASE in Solingen

Dort finanziert der Soroptimist Club Solingen seit mehreren Jahren  Maßnahmen und Kurse, in denen die soziale Kompetenz der jungen Mütter gestärkt wird. Dieses nachhaltige Engagement stärkt die Mutter-Kind Beziehung und unterstützt die Frauen auf ihrem Weg in ein selbst bestimmtes und verantwortungsvolles Leben gemeinsam mit ihren Kindern.
Darüber hinaus bringt sich eine Soroptimistin durch regelmäßige, persönliche Beratung aktiv in die Arbeit des Mutter-Kind-Hauses ein.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.verein-difa.de/2-0/difa_base.htm

 


Foto Mutter Kind Haus


Syrische Flüchtlinge

Das Netzwerk der Soroptimist Clubs spannt sich über die ganze Welt. So gelingt es, gemeinsam mit Soroptimistinnen in Krisenregionen vor Ort zielgerichtet zu helfen. Eine Spende für Syrische Flüchtlinge in Notunterkünften in der Türkei wurde von Sevil Koca, der stellvertretenden Präsidentin der Soroptimistinnen in der Türkei vor Ort verteilt. 1.000 große Lebensmittelpakete, Winterkleidung und Decken – finanziert durch deutsche Soroptimistinnen - wurden in NIZIP, unweit der, Syrischen Grenze an die Bedürftigen verteilt. Dort leben über 5.000 Flüchtlinge, die vor dem Syrischen Krieg fliehen mussten. Unter ihnen viele Kinder. Die Solinger Soroptimistinnen spendeten hier 1.800 Euro für diese unbürokratische, persönliche Nothilfe.

 



 

Musik im Klinikum

Um die unbestrittene Heilkraft der Musik für die Patienten wie auch für alle Bürger unserer Stadt zu nutzen, veranstaltete und finanzierte der SI-Club Solingen von Herbst 2001 bis Frühjahr 2015 jeden Monat an einem Samstagvormittag ein Konzert im Andachtsraum des Klinikums. Das Konzert war für alle Besucher unentgeltlich und wurde per Kopfhörer auf die Stationen übertragen. Der musikalische Bogen spannte sich dabei vom Barock bis zu den Musicals unserer Zeit. Im Lauf des Projektes traten über 100 Vokal- und Instrumentalgruppen auf.

Artikel zum 10-jährigen Jubiläum finden Sie hier: Jubiläumskonzert im Klinikum.pdf

Artikel zum letzten Konzert im Solinger Tageblatt und in der Solinger Morgenpost
vom 20. April 2015

 


Foto Mutter Kind Haus
Foto © Christian Beier


Die Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker

Der SI Club Solingen beteiligt sich jährlich an der Finanzierung von Stipendien der Orchester-Akademie der Bergischen Symphoniker, insbesondere für junge Musikerinnen. Den Soroptimistinnen ist es ein besonderes Anliegen, junge Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Mehr zur Orchesterakademie finden Sie unter: www.orchesterakademie.org

 


Foto Mutter Kind Haus
Foto © Christian Beier


Hilfe für Guinea – „The Bridge“

Foto The Bridge
Mit dem Bau von Schulen und Krankenhäuser in Guinea leistet der gemeinnützige Solinger Verein „The Bridge e.V.“ seit 20 Jahre nachhaltige Hilfe für die Menschen in dem westafrikanischen Land.
Der SI Club Solingen unterstützt regelmäßig finanziell diese Entwicklungsarbeit und steht in ständigen persönlichen Kontakt zu den Vereinsvorsitzenden – der Familie Diallo.
Die engmaschige Projekt-Betreuung der aus Guinea stammenden Vereinsmitglieder bietet eine effiziente und nachhaltige Hilfe in den soroptimistischen Ziel-Bereichen Bildung und Gesundheit. Diese Hilfe ist Teil des Programms SOFIA - Soroptimistinnen für interkulturellen Austausch. SOFIA-Plakat.pdf

Weitere Informationen finden Sie unter: http://thebridge-ngo.de